Mitas E09 vs. E09 Dakar - Fahrbarkeit und Unterschied

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mj_

Mitas E09 vs. E09 Dakar - Fahrbarkeit und Unterschied

#1 Beitrag von mj_ » 17. Apr 2011 11:32

Ich bin gerade auf der Suche nach passenden Reifen für unseren diesjährigen Trip nach Tunesien. Gleich eines vorweg: wir fahren mit vollem Gepäck und zu zweit auf der Ténéré, großartige Dünenpassagen sind also nicht geplant (sonst würde ich gleich die K69/K74 Paarung aufziehen, die ich schon auf der DR fahre). Die Anfahrt erfolgt ab München über Genua auf dem Motorrad. Wir planen einen kompletten Monat in Tunesien zu verbringen und davon einen beachtlichen Teil im Hinterland, wo es kein Asphalt sondern nur Pisten unterschiedlicher Qualität gibt. Ein halbwegs brauchbarer Grobstoller sollte es also schon werden.

Ich schwanke derzeit noch zwischen dem Michelin T63, den ich mir eintragen lassen müsste, und dem Mitas E09 oder E09 Dakar, für den es eine Freigabe gibt. Leider finde ich zum E09 sehr wenig Informationen, vor allem absolut nichts zum Unterschied zwischen E09 und E09 Dakar. Hat jemand den Reifen hier schon gefahren und kann davon ein wenig berichten? Und vielleicht den Unterschied benennen zwischen den beiden? Wie ist die Haltbarkeit, wir planen zwischen 6.000 und 10.000km im Laufe dieses Monats, das sollte der Reifen schon mitmachen.

Sascha-EN
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Re: Mitas E09 vs. E09 Dakar - Fahrbarkeit und Unterschied

#2 Beitrag von Sascha-EN » 17. Apr 2011 15:28

Hallo,
die Mitas werden vorne nicht so lange halten. Habe jetzt beide gefahren, den Normalen und den Dakar. Ich bin vorne mit beiden nicht über 4tkm gekommen. Hinten knapp 7tkm. Das ganze ohne Sozia und Gepäck.
Vollgepackt sollte es noch schwieriger werden an an die geforderte Laufleistung zu kommen.

Gruß
Sascha

fridolin

Re: Mitas E09 vs. E09 Dakar - Fahrbarkeit und Unterschied

#3 Beitrag von fridolin » 17. Apr 2011 17:41

mj_ hat geschrieben:Wie ist die Haltbarkeit, wir planen zwischen 6.000 und 10.000km im Laufe dieses Monats, das sollte der Reifen schon mitmachen.
Keine Chance. Der T63 und Karoo reichen so ca. 6000 - 7000 km bei knapp 90% Asphalt. Mit Sozia und Offroad halten die noch weniger. Bei 10000 kannst Du wenigstens 2 x Reifenwechsel einplanen.

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Re: Mitas E09 vs. E09 Dakar - Fahrbarkeit und Unterschied

#4 Beitrag von Klesk » 17. Apr 2011 18:51

also als tip: fahrt nach genua mit nem k60... unten dann ne 74er oder sonstwas... die halten da unten ne halbe ewigkeit... hast ja kaum verschleiß...
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Re: Mitas E09 vs. E09 Dakar - Fahrbarkeit und Unterschied

#5 Beitrag von mj_ » 17. Apr 2011 20:18

4.000km nur mit dem Vorderreifen? :shock: Woher kommt die niedrige Laufleistung? Fährst du den Reifen vielleicht entsprechend sportlich oder mit niedrigem Druck?

Reifenwechsel hatte ich übrigens nicht eingeplant, bisher haben mich meine Reifen auch bei 10.000km Reisen noch immer zurück nach Hause gebracht. Liegt mit Sicherheit daran, dass ich im Reisetrimm mit Sozia und Gepäck erheblich vorsichtiger und flüssiger fahre (ist eben Motorradreisen, nicht Motorradfahren). Daher habe ich in diesen Situationen auch schon Laufleistungen jenseits der 15.000km am Hinterreifen realisiert (TKC80 auf der alten XT600Z Ténéré). Meiner Erfahrung nach liege ich eigentlich immer weit über den Angaben in den Foren. Bei der BMW wurde ich von allen im GS-Forum gewarnt, dass der bei Auslieferung montierte Metzeler Tourance EXP hinten keine 6.000 km hält. Meiner war trotz schottischem Mörderasphalt erst nach 11.000km an der Grenze der Legalität. Im Reisetrimm habe ich eine äußerst reifenschonende Fahrweise, daher mache ich mir absolut keine Sorgen, wenn ich lese, dass ein Reifen "6.000 bis 7.000km bei knapp 90% Asphalt" schafft ;)

PS: komischerweise liege ich auch beim Verbrauch immer um 0,5-1 Liter unter den Angaben der Zeitschriften. Es macht sich manchmal eben doch bezahlt sanfter am Gas zu zupfen.

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Re: Mitas E09 vs. E09 Dakar - Fahrbarkeit und Unterschied

#6 Beitrag von Klesk » 17. Apr 2011 20:24

dann mach dir keinen kopf und fahr den mitas...
alternativ: hol dir nen satz k74/69 und teste ma mit sozia bissi... 700 km und er sollte noch gut profil haben... das wäre die anreise nach genua... ab dann wirds sandig und er wird weniger abbauen...
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Re: Mitas E09 vs. E09 Dakar - Fahrbarkeit und Unterschied

#7 Beitrag von mj_ » 17. Apr 2011 20:28

Der K69/K74 schwimmt mir zu extrem aus Asphalt, das ist mit Gepäck und Sozia jenseits der Grenze dessen, was ich ruhigen Gewissens hinnehmen würde. Ich brauch also etwas, was auf Asphalt besser läuft als der K69/K74 und im Gelände ruhig etwas schlechter sein darf. Deshalb hatte ich ja an T63, MT21 oder E09 gedacht. Die 4.000km des E09 sind allerdings doch eher schockierend, selbst wenn ich das doppelte schaffe könnte es mit 8.000km sehr knapp werden. Aber da bleibt mir ja wohl nichts übrig außer es selber zu testen ;)

Übrigens frage ich mich noch immer, was der Unterschied zwischen dem E09 und dem E09 Dakar ist.

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Re: Mitas E09 vs. E09 Dakar - Fahrbarkeit und Unterschied

#8 Beitrag von Klesk » 17. Apr 2011 20:31

der dakar ist für "schwere" enduros gebaut... soll wohl mehr stabilität bringen... obs so ist musst selbst rausfinden...
der k74 wird nach ca 100 km besser und bei 2 bar läuft er ganz gut... is wie immer: trau dich und siehe da es geht...

gruß chris

ps: glaub ab mitte der woche haben wir 2 neue babys;-)
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Re: Mitas E09 vs. E09 Dakar - Fahrbarkeit und Unterschied

#9 Beitrag von mj_ » 17. Apr 2011 20:48

Danke für die Info, ich werd also dann eher den Dakar nehmen, die Tenere definiere ich bereits als schwere Enduro ;) Ich glaub ich frag einfach mal bei TW nach, vielleicht wissen die was. Muss da morgen eh wegen meiner zischenden Gabel hin. Der K69/K74 hat mittlerweile übrigens schon über 200km runter und ja, er ist definitiv besser als noch am Anfang, aber wirklich gut ist er noch lange nicht. Ist mir einfach zu schwammig um im Extremfall souverän reagieren zu können, das tu ich mir auf den 700km nach Genua nicht an.
Klesk hat geschrieben:ps: glaub ab mitte der woche haben wir 2 neue babys;-)
Nett, schau ich mir nächsten Samstag auf jeden Fall an.

WreckedMind: danke für die Info. Jetzt hab ich also zwei gegenläufige Meinungen - dein Vorderreifen ist gut, der hintere schlecht. Bei Sascha-EN ist es genau umgekehrt, er verliert seinen Vorderreifen schon nach 4.000km, den hinteren deutlich später. Die Verwirrung ist also perfekt :D

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Re: Mitas E09 vs. E09 Dakar - Fahrbarkeit und Unterschied

#10 Beitrag von Klesk » 17. Apr 2011 20:54

nimm den vorderen von wreckedmind und den hinteren von saschaen... dann hält der ewig :twisted:
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Re: Mitas E09 vs. E09 Dakar - Fahrbarkeit und Unterschied

#11 Beitrag von mj_ » 17. Apr 2011 20:55

Hehe....

Ich hab grad gesehen, dass es Freigaben für zwei verschiedene Größe hinten gibt: 130/80-17 und 140/80-17. Ich werd bei Mitas mal nachfragen, ob die beiden sich auch im Profil unterscheiden. Welcher wäre denn die bessere Wahl, wenn die zwei profilmäßig identisch sind?

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Re: Mitas E09 vs. E09 Dakar - Fahrbarkeit und Unterschied

#12 Beitrag von Klesk » 17. Apr 2011 20:57

140... was sonst?
größere blöcke fahren sich langsamer ab...
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Re: Mitas E09 vs. E09 Dakar - Fahrbarkeit und Unterschied

#13 Beitrag von mj_ » 17. Apr 2011 21:05

Sowas hatte ich schon vermutet, danke. Mal schauen, was Mitas berichtet, preislich nehmen sich die Paarungen ja nicht viel. Nur dass ich den T63 eintragen lassen muss, während für den E09 DAKAR eine UBB vorliegt.

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Re: Mitas E09 vs. E09 Dakar - Fahrbarkeit und Unterschied

#14 Beitrag von Klesk » 17. Apr 2011 21:23

nimm den mitas... günstiger, ohne stress bei der eintragung und dann is das leben schön... also worauf wartest du?
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Re: Mitas E09 vs. E09 Dakar - Fahrbarkeit und Unterschied

#15 Beitrag von Sascha-EN » 17. Apr 2011 21:56

Also wie der E-09 Vorne nach 3000km noch gut aus sehen soll das kann ich garnicht glauben.
Meine hatten nach ca 3000km starke Sägezahnbildung.
Fahre mit den normalen Druck. Bin schon Fix unterwegs.
Jeder fährt anders, das kann man ja auch gut bei den K60 sehen, der eine fuhr 5000km der andere 11000km.
Aber voll gepackt die Anreise über die Bahn, das ist nicht das Gebiet der Mitas sein. Bahn mögen die mal gar nicht.

Gruß
Sascha

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