Wie navigiert man mit GPS auf dem Motorrad?

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supasonic
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Wie navigiert man mit GPS auf dem Motorrad?

#1 Beitrag von supasonic » 26. Apr 2016 08:51

Hallo zusammen,

ich interessiere mich ja nun schon länger für Offroad/Enduro, fahre aber selber bisher nur Straßenmaschinen. Bei den zig Videos, die ich mittlerweile auf Youtube verschlungen habe, sieht man fast ausnahmslos Navigationsgeräte, die wie alte Nokiahandys aussehen :) Das werden wohl GPS Navis sein?!
Ich selber kenne nur das TomTom Rider oder die Pendants als App, welche mich sicher von A nach B über gut ausgebaute Straßen führen.
Wie funktioniert das Navigieren mit so einem "Nokia Navi"? Zeigt es nur die Richtung an und ich bestimme dann in der Pampa, ob ich es mir zutraue das vor mir liegende Gebiet zu befahren?
Vielen Dank im Voraus.

Gruß,
Thomas

PS: Juhu! MT 07 Tenere kommt, lol :D

Il Solitario
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Re: Wie navigiert man mit GPS auf dem Motorrad?

#2 Beitrag von Il Solitario » 26. Apr 2016 09:27

Das sind meistens sognannte Outdoor Navis, z.B. Garmin GPSMAP 60, 62 oder 64 (je höher umso neuer). Ich verwende ein Marinegerät, das GPSMAP 78, das hat eigentlich die gleiche Hardware.

Es gibt topographische Karten zu kaufen, für teures Geld, oder Du verwendest Karten vom OSM Projekt. Das sind freie Karten, und da gibt es auch topographische. Sind aber nicht alle auf allen Feldwegen routingfähig. Für den Fall entweder nach Kartenbild fahren oder vorher am heimischen PC Tracks erstellen und aufs Gerät laden.

Eine gute Infoquelle ist das Naviboard.


Achtung: Diese Outdoorgeräte sind in der Bedienung etwas gewöhnungsbedürftig. Garmin ist eine amerikanische Firma, das erklärt so manche Menü(un)Logik.

Ciao
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thund3rbird

Re: Wie navigiert man mit GPS auf dem Motorrad?

#3 Beitrag von thund3rbird » 26. Apr 2016 09:49

supasonic hat geschrieben: Wie funktioniert das Navigieren mit so einem "Nokia Navi"? Zeigt es nur die Richtung an und ich bestimme dann in der Pampa, ob ich es mir zutraue das vor mir liegende Gebiet zu befahren?
meistens ist es ein Garmin....

Ja, die Querfeldeinfahrer verwenden die OSM-Karten, die in Mitteleuropa übriges äußerst gut sind, als Kartenersatz. Erstens weiß ich, ob der Weg da hinten weitergeht, zweitens, wo auf der Karte ich gerade bin.

Oder man plant, wie solitario schreibt, seine Route vorher mittels einer best. Software oder auf einer besonderen Webseite, speichert den Track als gpx-Datei ab, packt die aufs Navi und fährt sich hinterher. So eine Navigation ist ja keine Punkt-zu-Punkt-Navigtion, sondern soll ja Schlenker und Umwege absichtlich enthalten.

Das ganze hat nix mit der Straßen-, Tomtom-, Auto-Navigation zu tun. Das ist nochmal eine Hobbby für´s Hobby.

Wenn man sich (halbwegs) auskennt, ist so ein Gerät oft nur Karte und außerdem kann man damit den Verlauf seines "Tagwerks" tracken und sich hinterher anhand der selbst erfahrenen Tracks - die dann auf den PC geladen werden - ergötzen, wo man sich rumgetrieben hat.

Das Ganze zwar mit robusten Geräten, die aber eine wirklich sehr eigene Logik haben. Intuitiv ist da das wenigste und nur für mal am Samstagnachmittag zur nächsten Kaffeetasse völlig ungeeignet.

@Solitario: die Touch-Generation der Garmins funktioniert wesentlich logischer als die mit den Knöpfen. Jedenfalls verglichen mit dem GPSmap60, das ich zu Anfang hatte.

Willst du "mal" nen Schotterweg fahren, hol dir ne Wanderkarte und schau, ob der Weg erlaubt ist.

Ich plane und "ergötze" mit gpsies.com

PS: Jedes Navi hat / ist GPS

Il Solitario
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Re: Wie navigiert man mit GPS auf dem Motorrad?

#4 Beitrag von Il Solitario » 26. Apr 2016 10:45

thund3rbird hat geschrieben: @Solitario: die Touch-Generation der Garmins funktioniert wesentlich logischer als die mit den Knöpfen. Jedenfalls verglichen mit dem GPSmap60, das ich zu Anfang hatte.
Jo, mag sein. Aber ich bin nicht so der Freund von Touchscreens. Da ich mein 78er auch mal beim Segeln verwende bin ich froh um die Knöpfe, die gehen auch bei viel Salzwasser und mit oder ohne Handschuhen, mit nassen Fingern... schwimmfähig ist es auch....und ich mag ein wenig das OldSchool-Feeling. Und es hat noch den großen runden Garmin-Stecker zur Stromversorgung. Mini- Micro- nano- pico- oder was weiß ich -USB sind mir persönlich zu empfindlich. Wird natürlich erst interessant, wenn die Akkulaufzeit nicht mehr reicht, z.B. bei der HardAlpiTour

Aber jeder wie er mag.

Zum Planen verwende ich gerne Motoplaner.de, Karten z.B. von Garmin.openstreetmap.nl

@ Thomas: Gehe am Besten in ein Fachgeschäft wie Lauche&Maas oder Därr, zur Not auch Touratech. Da kannste die Geräte mal anfassen und meistens auch ausprobieren und dich beraten lassen.

Ciao
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Re: Wie navigiert man mit GPS auf dem Motorrad?

#5 Beitrag von gigabass » 26. Apr 2016 16:30

Il Solitario hat geschrieben:Da ich mein 78er auch mal beim Segeln verwende ...
Lassen wir mal den Wassersport aussen vor.
Anzeigeauflösung 160 x 240 - wäre mir persönlich ein wenig sehr grob. Ein großer Stecker zur Stromversorgung ist natürlich ein deutlicher Stabilitätsgewinn. Wobei ich sagen muß daß mir bisher noch nie ein Micro-USB Anschluss kaputt gegangen ist (im Gegensatz zu den Kabeln, aber die halten ja auch ohne Motorrad-Einsatz nicht ewig). Bisher bin ich immer mit meinem Smartphone + osmand gefahren und habe da nur gute Erfahrung gemacht, auch auf Schotter (auch wenn ich zugeben muß daß bei meinen Touren der Straßenanteil überwiegt und ich nicht wirklich schwieriges Gelände fahre).
Die Bedenken gegen die Micro USB Stromversorgung kann ich aber nachvollziehen, deshalb werde ich mir jetzt statt Navi ein passables gebrauchtes Smartphone besorgen (Moto G 1. Generation mit 16gb, einfaches solides Teil mit relativ hellem Bildschirm, sollte gebraucht für ~60€ zu haben sein) - wenn das kaputt geht ists halt nicht so schlimm.
Und ja - in manchen Situtionen lässt sich das Smartphone bei Sonneneinstrahlung nicht so gut ablesen - unterm Strich habe ich das aber bisher nie als Problem empfunden.

Martin G.
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Re: Wie navigiert man mit GPS auf dem Motorrad?

#6 Beitrag von Martin G. » 26. Apr 2016 18:18

Moin,

ich bin mit meinem Garmin Montana sehr zufrieden. Es hat Kontaktpunkte auf der Außenseite und mit der richtigen Halterung (AMP) wird darüber das Gerät mit Stromv ersorgt (und läd den internen Akku auf). Nix Stecker. Man kann den Touchscreen halbwegs auch mit Handschuhen bedienen, ist in der Sonne gute ableßbar und wenn auch sehr robust. Würde ich mir wieder kaufen.

Edit: Wollte ja noch was zur Verwendung sagen. Einiges ist ja oben schon geschrieben worden. Manchmal verwende ich es quasi nur als Moving-Map, ggf. mit vorher besorgten Route drinne.

Martin

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