Kettenöler - Praxisbericht

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Jay Pee
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Re: Kettenöler - Praxisbericht

#31 Beitrag von Jay Pee » 4. Apr 2020 12:43

Vielen Dank für den Post, der unheimlich hilfreich war. Es gibt also doch die Möglichkeit den Schlauch komplett innerhalb der Schwinge unsichtbar zu verlegen. Warum es bei der ersten Montage nicht funktioniert hat, kann ich heute nicht mehr nachvollziehen. Ich habe heute morgen mich gleich dran gesetzt und den Schlauch nochmal verlegt. Diesmal gelang es mir auf Anhieb, den Schlauch hinter dem Fußbremszylinder in die Schwinge einzuführen und an der großen Aussparung unter dem Kettenschutz wieder herauszulegen. Dadurch ist der Schlauch unsichtbar und wunderbar geschützt, genau so wie es auch sein sollte. Unglaublich gut gebaut die Schwinge der Tenere :)

Beim Cobrrra Nemo 2 war im Lieferung ein Alu U-Profil im Lieferumfang mit dabei, an welchem ein schwenkbarer Hebelarm angeschraubt ist. Offiziell von Cobrra wird das Bauteil mit Klebepads und oder Kabelbinder an der Schwinge montiert. Das kam für mich nicht In Frage, da ich keine offensichtlichen Kabelbinder an der schönen Schwinge haben wollte und die Klebepads allein nicht halten. Letztlich blieb als einzige sinnvolle Lösung die Verschraubung mit Schwinge, um auch gegen Feindkontakt einigermaßen gesichert zu sein. Ja.... ich habe die Schwinge gebohrt :roll: und das Profil mit zwei, ich glaube M4, Zylinderkopfschrauben angeschraubt. Im U-Profil lässt sich der Schlauch weiterhin gut verlegen und mittels kleiner Kabelbinder sichern. Letztlich verläuft der Schlauch an den Hebelarm, der sich mit ein wenig kaltverformen (Vorsicht Alu :!: ) wunderbar ans Kettenrad ausrichten lässt. Letztlich muss nur noch dort der Schlauch gesichert werden und schräg zur Kettenradanlegefläche abgeschnitten werden.

Ich empfehle zusätzlich an manchen Stellen die Ölleitung mit einem Gummischlauch zu umhüllen. Das ist eine gute Vorbeugung gegen das Durchscheuern an Metallflächen oder Kanten, wie beispielsweise der Bohrung zur Einführung der Ölleitung in die Schwinge oder an der großen Aussparung unter dem Kettenschutz. Dafür geht normaler Gummischlauch mit dem entsprechendem Durchmesser ganz wunderbar. Ich habe den transparenten Schlauch von so einem Beatmungsgerät genommen, den ich hier noch herumliegen hatte.

Hier die Bilder dazu.

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pitts-333
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Re: Kettenöler - Praxisbericht

#32 Beitrag von pitts-333 » 4. Apr 2020 17:25

also ich habe die leitung von meinem scotti läuft komplett in der schwinge
der scotti hängt an der selben stelle , fahrtrichtung rechte seite ,
für den schlauch habe ein loch gebohrt hinter/neben der befestigung der bremsleitung auf der schwinge (ein wenig schräg so wie der schlauch laufen soll), ca 1,5mm größer als der schlauchdurchmesser , das andere loch ist an der unterseite der schwinge auf der kettenseite (leicht schräg in fahrtrichtung) , ca 10cm vor dem kettenblatt .
dann noch von unten ein 4,8mm loch (5mm geht auch noch) von unten da in die schwinge bohren , wo du die achse verstellen kannst für die kettenspannung , das loch sollte ganz
vorne an der schiene der achsverstellung rauskommen , da dann ein 6mm gewinde reinschneiden um da eine schelle für den "ölaustropfer" montieren . läßt sich gut befestigen und justieren ......
den ölschlauch kriegt man relativ simpel durchgezogen , durch das loch an der bremsleitung , dann direkt hinter der schwingenachse rüber auf die andere seite der schwinge ......und jetzt wird es ein wenig fummelig ...........habe einfach einen klingeldraht , oder ähnliches , von der unterseite der schwinge eingeschoben , ein stück in die ölleitung geschoben , 4-5cm , und mit sekundenkleber befestigt , wenn der kleber fest ist , einfach , mit ein wenig vor und zurück , ziehen , das stück mit dem kleber abschneiden , anpassen , fertig !!
nach dem anpassen habe ich den schlauch noch da wo er durch die bohrlöcher geführt wird mit sekundenkleber fixiert . funzt seit über 20.000km einwandfrei !!1
eigentlich ganz simpel , hat bei mir ca. 1 1/2 stunden für alles gebraucht ......
ich bin der , der die Hand nicht zum Grüßen hebt :boese: :mop:

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Re: Kettenöler - Praxisbericht

#33 Beitrag von Navigator » 6. Apr 2020 23:40

Hallo,

ich werde demnächst ein McCoi Kettenöler bei meine T einbauen, dann kann ich ein paar Fotos einstellen.
Diese Woche will ich an eine MT07 Cobbra einbauen, mal gucken ob das klappt.

Den McCoi Kettenöler habe ich bei meine Navigator schon 4.-5 Jahre eingebaut, es ist Top.

Gruß
Markus

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Re: Kettenöler - Praxisbericht

#34 Beitrag von muehsam » 7. Apr 2020 00:00

Hat denn eigentlich jemand ne Lösung, wo das Öl vorne beim Ritzel ankommt? Bei mir hat sich die Verlegung am Kettenrad als wenig offroad-tauglich erwiesen. Der verstärkte hintere Teil des Scottoilers liegt irgendwo in den Pyrenäen. :(
Meine Wunschlösung wäre, von oben die Kettenrollen mittig zu treffen, nachdem die Kette um das Ritzel herum gelaufen ist.
Die einseitige Schmierung war bei mir viel zu einseitig, die andere Kettenseite deutlich trockener, oder das Öl war auf der Felge.

Noch so ein Projekt, was eigentlich mal cool wäre und auf Realisierung wartet...

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Re: Kettenöler - Praxisbericht

#35 Beitrag von pitts-333 » 7. Apr 2020 00:17

hatte ich vorher , ist gelinde gesagt mist gewesen , wenn das öl auf die aüßere seite der kette kette am vorderem ritzel topft , wird es sofort weggeschleudert , eigene erfahrung , hatte dann den tropfer so hingebogen , daß er das ritzel unterhalb der oberen kette benetzte , ging , nur hatte man nach jedem längerem stop einen mehr oder weniger großen fleck unterm moped , peinlich , weil viele guckten .......
durch den engen radius den die kette am vorderem ritzel zurücklegen muß , wird einiges an die ritzelverkleidung geschleudert , was dann eben runtersifft
wenn man nicht zu mehr als 75% gelände fährt , ist meiner meinung nach die lösung am hinterem ritzel noch die beste .......
siehe oben #32 : verlegung durch die schwinge , habe das endstück durch ein messingröhrchen getauscht mit sekundenkleber eingeklebt und durch meine geschraubte befestigung reißt da nix mehr sooo schnell ab !!
ich bin der , der die Hand nicht zum Grüßen hebt :boese: :mop:

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Re: Kettenöler - Praxisbericht

#36 Beitrag von muehsam » 7. Apr 2020 11:11

Danke für die direkte Rückmeldung. Dann denke ich da nicht mehr drüber nach. Allerdings war mein Plan auch, die Kette NACH dem Passieren des Ritzels zu treffen und nicht auf das Ritzel zu gehen. Aber von der Erreichbarkeit her ist das alles doof und die Idee mit dem Messingröhrchen klingt VIEEEL einfacher.
Y-Gabelung hast du aber nicht, oder?

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Re: Kettenöler - Praxisbericht

#37 Beitrag von pitts-333 » 7. Apr 2020 17:30

nee , ist meiner meinung nach auch quatsch , wenn die kette erst einmal komplett benetzt ist , kriecht das öl in jede noch so kleine ritze der kette .
habe nach dem anbau des ölers erst einmal die kette mit dem öl von hand aus der flasche benetzt , kurz einwirken lassen , kette nochmal abgewischt , dann eingestellt - und gut ist !
ich bin der , der die Hand nicht zum Grüßen hebt :boese: :mop:

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Re: Kettenöler - Praxisbericht

#38 Beitrag von RalEva » 19. Apr 2020 13:15

Ich habe das mal mit meinem Schwager besprochen, Löcher mit Gewinde in in die Schwinge zu bohren-d
Immerhin ist er Maschinenbau-Ingenieur.
Er hat mir dringenst davon abgeraten, Löcher in die Schwinge zu bohren und Gewinde schon mal gar nicht.
Das würde laut seinen Berechnungne die Schwinge schwächen.
Die Formelns, welche er mir um die Ohren warf, konnte ich leider nicht behalten.......
RalEva hat geschrieben:
3. Apr 2020 20:12
Hallo,

also ich bin die Sache sozusagen von hinten angegangen,
dann ging es, aber es war eine wahnsinnige Fummelei.

Ich habe die Düse momentan auch noch an der Achsmutter befestigt, aber die Lösung finde ich bescheiden.

Im Netz habe ich diese Lösung gefunden, die mir auch gefällt

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Viele liebe Grüße

Ralf

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Re: Kettenöler - Praxisbericht

#39 Beitrag von pitts-333 » 19. Apr 2020 20:29

grüße an deinen schwager :D :D :D ermag ja recht haben , am schreibtisch !!
doch im wahren leben sieht es meistens anders aus .........
auf deinem unterem photo siehst du selbst ein "orginalloch" :lol: zwecks regenwasser abfluß :ideee:
.....und ist deine schwinge schon gebrochen :shock: , von so einem 5-6mm löchlein wird keine schwinge geschwächt ,jedenfals nicht , solange du die schwinge damit nicht perforierst :? :lol:
ich bin der , der die Hand nicht zum Grüßen hebt :boese: :mop:

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Re: Kettenöler - Praxisbericht

#40 Beitrag von gigabass » 21. Apr 2020 12:50

Aber nur um den Schlauch zu führen braucht man kein Loch zu bohren. Die beim Scottoiler mitgelieferten Klebe-Clips halten bei mir sein 15.000km ohne Probleme, und ich hab die ganze Leitung an der Innenseite / auf der Schwinge geführt. Werde demnächst mal umbauen, die Führung in der Schwinge gefällt mir doch wesentlich besser.

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Re: Kettenöler - Praxisbericht

#41 Beitrag von RalEva » 21. Apr 2020 18:28

Hallo Gigabass,

na dann mal her mit den Bildern :D
Viele liebe Grüße

Ralf

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Re: Kettenöler - Praxisbericht

#42 Beitrag von pitts-333 » 21. Apr 2020 18:44

meine güte , dann wird deine schwinge ja auch brechen :lol: :lol: :lol:
ich bin der , der die Hand nicht zum Grüßen hebt :boese: :mop:

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